RE: Piaggio Deutschland - Umgang mit Kunden -
(03.03.2010 12:24)buettnj schrieb: 30.03.2010 Nachtrag zum 18.03.2010
Hallo Leute,
nachdem es Piaggio trotz Fristsetzung nicht für nötig gehalten hat, sich bei mir zu melden, habe ich folgenden Brief per Einschreiben und als Mail auf den Weg gebracht:
Joerg Buettner, Hasenheide 8, 29313 Hambühren
- Einschreiben -
Piaggio Deutschland
Geschäftsleitung
Marie-Curie Str. 8
D 50170 Kerpen
30.03.2010
Offizielle Beschwerde
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Einschreiben, welches allen Beteiligten zwischenzeitlich auch per Mail zugegangen ist, möchte ich mich über das kundenunfreundliche Verhalten mir gegenüber seitens Piaggio Deutschland beschweren.
Am 6. August 2009, bat ich per Einschreiben Ihren Mitarbeiter, den techn. Leiter Herrn Neinhuis, mich bei der Lösung meines Tachometer-Problems zu unterstützen. Seit Mai 2009 ist das Problem bekannt, doch es tat sich nicht wirklich etwas.
Einzige Unterstützung erhielt ich für einen Moment, durch Ihre Mitarbeiter Frau Sieben und Herrn Determann. Beide arbeiten kundenorientiert. - Doch wenn sie zurückgepfiffen werden, ist es auch damit vorbei. Selbst meinem Händler, der Firma ZTK in Schneverdingen waren die Hände gebunden.
Ohne nun den ganzen Vorgang hier erneut aufzuführen, denn er ist bei Ihnen im Hause sichtlich bekannt, beschränke ich mich nachfolgend nur auf den letzten Stand. - Jedoch möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass es jedem frei steht, mich um den Schriftverkehr und den Fallverlauf zu bitten, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann.
Über den Jahreswechsel 2009/2010 stelle ich Ihnen mein Fahrzeug zur Verfügung. Es sollte bei Ihnen in Kerpen, einer umfangreichen Prüfung unterzogen werden. - Dann, Anfang März 2010, erhielt ich es verdreckt, mit tiefentladener Batterie und ohne weiteren Informationen zurück.
Nach Fristverlängerung von dem 14.03.2010 auf den 26.03.2010 forderte ich Sie mehrmals per Mail auf, mich schriftlich über den Stand der Dinge zu informieren. Mir das Messprotokoll in Kopie zukommen zu lassen und mir Ihr kundenunfreundliches Verhalten erklären.
Alle meine stets freundlichen Anfragen wurden mit Schweigen beantwortet.
Selbst die Fristverlängerung ließen Sie ungenutzt.
Mal wieder auf mich alleine gestellte, machte ich mich dran, einen Tachometer Teststand zu finden. Nach einigen Tagen, und unzähligen Telefonaten mit allen möglichen Händlern und Prüfzentren quer durch Deutschland, war ich zwar um mehr als 200,-Euro Telefonkosten ärmer, aber auch um vieles schlauer.
Zur Sicherheit ließ ich von zwei verschiedenen Zentren Messungen durchführen. Beide brachten zu Tage, dass der neue, von Piaggio eingesetzte Tacho, nun zwar im gesetzlich zulässigen Bereich liegt, aber das auch auf dem letzten KM/h genau. Einfach eine TOP Qualität.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich so viel negatives über den Vesper Konzern gehört habe, macht mich sprachlos. Nicht nur Berichte von anderen Bikern und Mitgliedern aus Internet Foren sonder auch insbesondere von Händlern. Händler, die die mangelnde Unterstützung genau wie ich monieren. Händler, die froh sind, sich von Piaggio getrennt zu haben.
Nicht nur, dass der Service schlecht ist, auch die Qualität lässt zu wünschen übrig. Auch dies tritt im Internet zu tage. Es fängt an bei billigen Blechklemmen, an der Kunststoffverkleidung, über undichte Nähte der Sitzbank, bis hin zu Scheinwerfern, die sich nicht bedarfsgerecht einstellen lassen.
Wer konstruiert nur so etwas?
Was ich dennoch nicht verstehen kann ist:
Auch ein Großkonzern lebt von den Kunden, die das Produkt kaufen
Ein kurzes Telefonat, eine kurze Rückmail hätte schon gereicht
Ein Kunde, der keine Rückmeldung bekommt, wird doch immer stinkiger
Warum sucht Piaggio nach Möglichkeiten, qualitativ schlechtes Material beim Kunden zu belassen. Der Zulieferer ist doch hier in der Pflicht. Er haftet auch für entstehende Kosten
Schlechte Tachos sind außerdem seit Jahren für den Vespa Konzern bekannt. Somit hätte man schon längst handeln können
Und zu guter letzt, heutzutage sollte sich jeder Hersteller bewusst sein, dass positives, wie auch negatives Feedback sich über Jahre im Netz hält.
Auch wenn dies meine erste und auch meine letzte Piaggio seinen wird, so wünsche ich Ihnen für die Zukunft noch viele Kunden, damit auch Ihr Job weiter erhalten bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Joerg Buettner
18.03.2010
[/font] Hallo Leute !
Ich bitte Euch mal um Hilfe, Piaggio lässt mich im Regen stehen.
Hintergrund:
Im Mai letzten Jahres habe ich bei Piaggio den Tacho meiner Xevo 400 reklamiert, denn er eilt 20% vor.
Meine Xevo war die letzten 2 Monate in Kerpen. Am 25.02.2010 erhielt ich dann mein Fahrzeug ohne weiteren Kommentar zurück. - Total verdreckt und mit tiefentladener Batterie.
Angeblich war Piaggo auf einem Teststand und der Tacho liege bei reellen 100km/h mit 107,5km/h in der gesetzlichen Mitte. Das Protokoll sollte ich am 01.03.2010 per Mail erhalten.
Was denkt Ihr? - Kein Anruf, keine Mail !!
Ich gehe davon aus, dass das Problem bis dato nicht gelöst ist. Zwischenzeitlich habe ich einen Prüfstand ausfindig machen können und werde Meinerseits ein Gutachten erstellen lassen.
(Langes Thema, kann gerne den ganzen Mailverkehr als PDF mal reinstellen)
Problem:
Piaggio lässt mich einfach auflaufen. Versprechungen werden nicht eingehalten, ich werden nicht informiert. Es redet niemand mehr mit mir.
Klar, kann ich mittels meiner Rechtschutz klagen, aber eigentlich möchte ich das vermeiden.
Ich suche nun Mittel und Wege was ich tun kann, oder wo ich Unterstützung bekommen:
- zB. eine Zeitschrift, die sich bei Piaggio Deutschland für mich einsetzt
- Habt Ihr Erfahrungen gemacht?
lg
Joerg
17.03.2010
Trotz diverser Mails, auch an die Chefetage von Piaggio Deutschland, bekomme ich einfach keine Antwort.
Weder mein Hinweis auf die mittlerweile erhaltene Deckungszusage meiner Rechtsschutzversicherung, noch auf das sicherlich öffentliche Interesse veranlasst Piaggio zu einer Reaktion.
Wenn Verantwortliche in einem Unternehmen es nicht für nötig halten eine Mail zu beantworten mit z.B.:
>>Sehr geehrter Herr Büttner, bitte entschuldigen Sie den Ärger mit Ihrer Xevo. Wir bemühen uns den Fehler so schnell wie möglich zu beseitigen<<
... so läßt das schon tief blicken.
Ehrlich gesagt, mir tun die Leute leid, die wirklich technische Probleme haben.
Ich mit dem Tacho kann mir ja noch immer mit dem Navi helfen. Bzw. mit einem MC8 Sigma Tacho. Der kosten 19,95 € und hat ein Tüv Gutachten welches 1% Toleranz bescheinigt.
Hier läge sicherlich auch ein Sparpotential für Piaggio.
Nicht nur, dass ein genauer Tacho verbaut wäre, nein, mein hätte Geld gespart, müsste sich nicht mit so nervigen Kunden wie mir rumärgern und könnte vielleicht auch ein paar Euro mehr in die Qualität investieren. (Hintergrund: Habe heute feststellen müssen, dass die Blechklemmen, mit denen die Verkleidung zusammen geschraubt werden, minderer Qualität sind und zu schnell nachgeben. 3mal an und ab geschraubt und es fassen die Schrauben nicht mehr richtig.)
Normalerweise geben Firmen Geld aus um Missstände zu erfahren und somit beseitigen zu können. Denn dies bringt Kunden und dergleichen Geld. Aber diese Verknüpfung müssen manche noch lernen.
Hier nur mal am Rande erwähnt ein wirklich tolles Beispiel:
Mein Internet Anschluss in Bielefeld machte Probleme.
Samstag 11:15: Anruf bei der Vodafone Kundenbetreuung. Aufnahme der Störung.
Samstag 14:35: Rückruf von der Technik. Leitungsmessung durchgeführt und Messprotokoll gestartet.
Samstag 14:50: Rückruf von der Technik. Fehler ist so nicht zu beheben, Techniker Einsatz ist ausgelöst.
Samstag 17:45: Beauftragte Firma meldet sich und vereinbart für Montag 11:00Uhr einen vor Ort Termin.
Sonntag 18:20: Firma meldet sich erneut und bitte um Verschiebung auf Montag 13:00Uhr wegen der Fahrzeiten zwischen den Terminen.
Montag 13:03: Techniker meldet sich, dass er aufgehalten wurde und in 30 Minuten bei mir seien wird.
Montag 13:40: Techniker klingelt
Montag 14:00: Fehler lokalisiert. Liegt definitiv in der Vermittlungsstelle. Vodafone wird vom Techniker informiert.
Montag 20:45: Anschluss geht wieder einwandfrei.
Dies zeugt vom Kundenorientierten arbeiten, Teamwork und Kommunikationsfähigkeit. Alle Achtung.
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